Sonntag, 3. November 2013

Sweet November - Die Weihnachtsbäckerei hat begonnen!

Es regnet und weht ein kalter Wind, im Kamin brennt ein Feuerchen und hätte man keine Kinder, wäre es der perfekte Tag, um einfach im Bett zu bleiben. Hat man Kinder, muss man im Halbdunkel raus aus den Federn und sehen, wie man den Nachwuchs 12 Stunden bei Laune hält.
Da bietet es sich durchaus an, die Vorweihnachtszeit einzuläuten und ein paar schmackhafte Plätzchen zu backen. Umso besser, da ich das ja sowieso für die Nachbarschaftshilfe tun sollte.

Dabei herausgekommen sind gefüllte Mohnkugeln sowie zuckrige Gewürzsterne.
Und hätten die Kinder nicht soviel Teig genascht, wären es noch ein paar mehr geworden! ;-)

Das Rezept für die Mohnkugeln ist aus der aktuellen Ausgabe von essen & trinken (11/2013), die Gewürzsterne sind aus der neuen Sweet Paul (4/2013).

Gefüllte Mohnkugeln
 

Zutaten für ca. 35 Stück: 
Teig
* 250 g Marzipanrohmasse
* 1 Eiweiß
* 80 g Puderzucker, gesiebt
* 50 g gemahlene Mohnsaat
* 50 g Mehl
Füllung
* 120 g getrocknete Soft-Aprikosen
* 100 ml Orangensaft
* 2 EL Zitronensaft
* 1/4 TL Zimtpulver
Verzierung
* 1 Eigelb
* ca. 50 g geschälte Mandeln


Zubereitung: * Marzipan grob raspeln und mit Eiweiß, Puderzucker, Mohn und Mehl in eine Schüssel geben. * Mit den Knethaken des Handrührgeräts (oder wie ich mit den Händen) zu einer glatten Masse kneten und zu einer ca. 30 cm langen Rolle formen. * In Klarsichtfolie gewickelt für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
* Aprikosen in ca. 1,5 cm Würfel schneiden. * Mit O- und Zitronensaft sowie Zimt in einen kleinen Topf geben und aufkochen, dann bei mittlerer Hitze so lange kochen, bis die Flüssigkeit fast vollständig eingekocht ist. * Abkühlen lassen.
* Mohnrolle in 5 mm dicke Scheiben schneiden, die Scheiben mit 1 bis 2 Aprikosenstückchen belegen und um die Früchter herum verschließen. * Teig zur Kugel formen und auf mit Backpapier belegte Bleche setzen.
* Eigelb mit 1 TL Wasser verquirlen. * Auf jede Mohnkugel eine geschälte Mandel setzen, leicht andrücken und mit etwas Eigelb bepinseln. * Im vorgeheizten Backofen bei 150° C auf der 2. Schiene von unten 20 bis 25 Minuten hellbraun backen. * Auf den Blechen auskühlen lassen.



Zucker-Gewürzsterne


Zutaten für ca. 50 Stück:
 * 170 g weiche Butter
* 180 g brauner Zucker
* 2 Eier
* 280 g Mehl
* 1 TL Lebkuchengewürz
* 1/2 TL Zimt
* 1 Eiweiß zum Bestreichen
* ca. 75 g Zucker zum Bestreuen


Zubereitung: Butter und braunen Zucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. * Eier einzeln unterrühren. * Mehl, Lebkuchengewürz und Zimt zugeben und untermischen, bis ein glatter Teig entsteht. * Ist er zu weich, noch etwas Mehl unterkneten!
* Auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz von Hand durchkneten, dann in Frischhaltefolie wickeln und 3 Stunden kalt stellen.
* Backofen auf 160° C vorheizen und den Teig ca. 6 mm dick ausrollen. * Sterne in beliebiger Größe ausstechen und auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. * Eiweiß leicht anschlagen und die Sterne damit bestreichen. * Etwas Zucker darüberstreuen und leicht andrücken.
* Die Sterne ca. 20 Minuten goldbraun backen und auf einem Rost auskühlen lassen.


Guten Appetit!


Was gibt es Schöneres, als an so einem tristen Novembertag gemütlich am Feuer zu sitzen, während einem der Duft von Frischgebackenem in die Nase steigt?
Einen gemütlichen Sonntag wünscht euch
die Therry


Samstag, 2. November 2013

Goldener Herbst und zuckersüße Cupcakes

Allerheiligen. Die meisten besuchen an diesem Tag die Friedhöfe und gedenken der Verstorbenen. Wir tun das nicht. Ich habe keinerlei Bezug zu den Verstobenen aus meiner Familie, sind sie doch alle schon länger tot als ich denken kann oder ganz woanders begraben.
Deshalb nutzten wir den wunderschönen Herbsttag, um nochmal in die Wanderschuhe zu schlüpfen und den Taubenberg zu erklimmen.


Erstmal warmlaufen...


Natürlich ist auch der Hund dabei.


 Dem Ziel schon ganz nah. Die Sonne scheint und erwärmt das Gemüt.


Glückliche Kühe...


Glückliche Kuh vor traumhafter Kulisse.


Noch mehr glückliche Kühe...


Und wenn man dann den glücklichen Schweinen gegenübersteht, hat man das Ziel tatsächlich erreicht.


Am besten schmeckt so eine wohlverdiente Brotzeit nach einem langen Fußmarsch in der Natur.

 Natürlich war diese Wanderung nicht so lang, nach vier Stunden waren wir schon wieder zu Hause und so hatte ich noch genügend Zeit, um etwas leckeres zu backen. Ich hatte mir Cupcakes mit Roter Bete eingebildet und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Sie sind vom Geschmack her vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich finde sie superlecker.


Zutaten für 12 Stück: 
für die Cupcakes
 * 175 g Mehl
* 3 TL Backpulver
* 75 g Kakaopulver
* 200 g Rohrohrzucker
* 3 Eier
* ca. 220 g Rote Bete (vorgegart, vakuumisiert)
* 200 ml Olivenöl

für das Frosting
* 60 g Butter
* 250 g Puderzucker
* 2 EL Rote-Bete-Saft
* ein paar Spritzer Zitronensaft


Zubereitung: * Mische alle trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Kakaopulver und Zucker) für den Teig in einer Schüssel. * Raspel die Rote Bete grob in eine 2. Schüssel und püriere sie dann mit dem Zauberstab. * Füge Eier und Öl zu und verrühre alles gut mit dem Handrührgerät. * Dann werden die trockenen Zutaten in die zweite Schüssel gegeben und vorsichtig untergerührt, dass ein glatter Teig entsteht.
* Setze Papierförmchen in ein Muffinblech und heize den Ofen auf 180° C vor. * Verteile den Teig gleichmäßig auf alle Förmchen und backe die Cupcakes für ca. 30 Minuten (Stäbchenprobe!).
* Setze die Cupcakes auf ein Kuchengitter und lasse sie auskühlen.
* Inzwischen kannst du wunderbar das Frosting vorbereiten. * Verrühre die Butter mit der Hälfte des Puderzuckers, dem Rote-Bete-Saft und ein bisschen Zitronensaft, dann füge nach und nach den restlichen Puderzucker zu, bis eine cremige Masseentsteht.
* Verstreiche das Topping auf den Cupcakes.



Guten Appetit!

Schön, so ein langes Wochenende! Ich werde die Zeit nutzen, die ersten Plätzchen zu backen.
Was habt ihr noch so vor?
Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß dabei...
Küsschen,
die Therry


Samstag, 26. Oktober 2013

Ein Geburtstagskuchen der Extraklasse: Schoko-Karamell-Gugl für Philipp

Auch an dieser Stelle die herzlichsten Glückwünsche an das Geburtstagskind im Namen der ganzen Familie!

Besondere Menschen bekommen besondere Kuchen, so sehe ich das und als ich kürzlich das Rezept für den Schoko-Karamell-Guglhupf entdeckte - noch bevor ich von der Geburtstagsfeier wusste - war mir klar, dass das kein Ding für einen normalen Sonntagskaffee war. Wie es die glückliche Fügung wollte, war ja dann doch recht schnell ein würdiger Anlass gefunden.
Dieser Kuchen hat es mir wirklich angetan - so sehr, dass ich sogar schon nachts von ihm träumte - und heute war es ENDLICH soweit!

Ein paar Bedenken hatte ich allerdings, liegt mir der süße Hefeteig ja nicht so sehr, aber der Optik nach zu urteilen, ist er mir wirklich gut gelungen.


 Mit über 400 kcal pro Stück hat es der kleine Kerl zwar ordentlich in sich, aber wen kümmert's, wenn er schmeckt?!
Ob er das tut, weiß ich zwar noch nicht, aber eigentlich gehe ich schon davon aus, schließlich ist reichlich Butter drin und Fett ist ja bekanntlich ein guter Geschmacksträger. In Kombination mit Zartbitter- und weißer Schokolade sowie Sahne-Karamell-Bonbons kann er einfach nur lecker sein!



Nun macht sich die Therry hübsch, um dann noch persönlich dem Philipp zu gratulieren und mit ihm und vielen anderen tollen Menschen ein rauschendes Fest zu feiern!
Bin ja mal gespannt, wie sich im verkaterten Zustand die Ente morgen zubereiten lässt... Ich werde berichten! ;-)

Bussi und baba,
die Therry



Freitag, 25. Oktober 2013

Schonkost kann auch lecker sein: Kürbis-Risotto mit Erbsen

Und weil's so schön ist, gleich noch ein Post heute!
 
Mein armes kleines Wurschtelchen wird derzeit leider von der fiesen Magen-Darm-Seuche heimgesucht und von gemeinem Durchfall geplagt. Bekanntlich ist Reis in einem solchen Fall ja immer ein gutes Nahrungsmittel, um den Beschwerden den Garaus zu machen. Als mir der Kinderarzt dann noch die guten Gemüse aufzählte und Kürbis darunter war, beschloss ich, auf dem Heimweg noch kurz am Kürbisstand zu halten und einen kleinen Hokkaido mitzunehmen.
Weil es mir widerstrebt, für jedes Familienmitglied eine Extrawurst zu kochen, sollte es also ein Gericht mit Reis und Kürbis geben, was allen zumutbar wäre - was lag da näher als ein Kürbis-Risotto?
Weil ich neulich im Gefrierschrank noch diverse angebrochene Packungen TK-Erbsen gefunden hatte, kamen die einfach auch noch dazu, und schon war sie fertig: Lecker Schonkost für die ganze Familie.
 
 
 Zutaten: * 1 kleiner Hokkaido (ca. 500 g)
* 250 g Reis
* 150 g TK-Erbsen
* 2 EL Öl
* 1 Zwiebel
* 1 Knoblauchzehe
* 1 l Gemüsebrühe
* Salz, Pfeffer
* Parmesan, frisch gerieben
 
Zubereitung: * Kürbis waschen und in mundgerechte Würfel schneiden. * Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. * Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. * Kürbis und Reis hinzufügen, kurz mit anschwitzen und mit 200 ml Brühe ablöschen. * Köcheln lassen, bis kaum mehr Flüssigkeit vorhanden ist, dann Brühe portionsweise nachgießen, sobald der Reis sie aufgesogen hat. * Immer schön rühren, damit nichts anbrennt! * Kurz bevor das Risotto fertig ist, die Erbsen unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frisch geriebenem Parmesan bestreut servieren.
 
 
Buon appetito!
Ach, fällt euch was auf? Wir starten schon wieder, wenn auch nicht ganz vegan, so doch wenigstens vegetarisch ins Wochenende! Die Veganer lassen halt den Parmesan noch weg... ;-)

Herzlichst,
eure Therry
 
 

Hallo Ordnungssinn... und tschüss

Für die, die mich kennen, ist es nichts Neues: Ordnung ist mir nicht unbedingt ein Begriff, oder besser: Ich bin eine Chaos-Queen, die in ihrem Tohuwabohu alles findet! Mein fotografisches Gedächtnis macht's möglich. Auch Monate, wenn nicht sogar Jahre später, kann ich mit 99 %iger Sicherheit sagen, wo ich etwas hingeräumt habe, und ich liebe dieses System. Schlimm ist das für Menschen, die mit mir zusammenleben und eigentlich ein anderes System bevorzugen, nämlich das, das es oberflächlich picobello aufgeräumt erscheinen lässt, und das Chaos, in dem auch ich mich nicht auskenne, hinter Schranktüren und im Keller versteckt wird.
Und weil ich gelegentlich selbst auch von Putzteufelchen und Ordnungswahn heimgesucht werde, habe ich hin und wieder sogar Mitleid mit meinem Ehemann und Mitbewohner und will ihm eine Freude machen. Dann fange ich an, für jedes Ding in unserem Haushalt einen vernünftigen Platz zu suchen - was meistens zur Folge hat, dass mein Gedächtnis nicht mehr funktioniert, weil es eben nicht logischen Prinzipien folgt. Wobei, es funktioniert natürlich schon noch, denn ich weiß noch lange Zeit später, an welchem noch so seltsam anmutenden Ort sich der plötzlich unauffindbar gewordene Gegenstand befand und ärgere mich maßlos darüber, dass ich schwach geworden bin und versucht habe, normal zu sein. Ich bin es nunmal nicht. Und werde es vermutlich auch nicht mehr werden. Damit müssen sich meine Mitmenschen einfach abfinden, und nicht zuletzt auch ich.
Kann sein, dass ich gerade nur versuche, mir etwas schön zu reden, denn als ich heute morgen mit dem kleinen Kind bei Arzt war und im Wartezimmer eine Zeitschrift durchblätterte, entdeckte ich etwas, was meinen Ordnungssinn wachkitzelte.
 

Ich bin jemand, der nur sehr selten etwas wegschmeißt, wichtige Papiere etc. wandern also nicht versehentlich in den Müll, sondern verstauben gerne in diversen über das ganze Haus verteilten Stapeln. Dem wollte ich nun also Abhilfe schaffen und tatsächlich mal Klarschiff machen. Unser Arbeitszimmer, das bis vor kurzem noch von den Kindern als Schlafzimmer genutzt wurde, könnte sowieso auch eine kleine Auffrischungskur vertragen...
Kaum wieder daheim, machte ich mich sogleich im Netz auf die Suche nach dem Objekt meiner Begierde und musste leider feststellen, dass es nicht mehr verfügbar ist.
Sei's drum. Scheiß auf die Ordnung, ein gutes Gedächtnis ist doch eh viel mehr wert! ;-)

Aber sollte jemand von euch wissen, wo ich dieses oder ein ähnliches Ding finde, sagt mir unbedingt bescheid, mein Teilzeit-Ordnungswahn und der Liebste werden es euch auf ewig danken!

Auf meiner Suche nach dem Our House Organizer von Monkey Business durfte ich jedoch feststellen, dass es von dieser Marke noch ganz viele andere tolle Dinge gibt, hauptsächlich so Schnickschnack wie witzige Klebebandabroller und ähnliches, aber nein, ich wollte ja Ordnung machen und das Haus nicht noch mehr zumüllen, deshalb schnell den Tab geschlossen, bevor ich wieder schwach werde und Staubfänger bestelle...

Und nun wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende!
Ach ja, nicht vergessen: am Sonntag ist Zeitumstellung.

Es grüßt euch
die Therry